Im April 2017 verschlug es uns zu einen Kurzurlaub nach Bad Gastein im Bundesland Salzburg in Österreich. Einst ein Weltkurort in den Alpen, gleicht das 5000-Einwohner-Örtchen momentan in weiten Teilen eher einem großen Lost Place.
Etliche der altehrwürdigen Hotels und andere Gebäude aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 18. und dem beginnenden 20. Jahrhundert stehen leer und verströmen schon aus der Ferne einen deutlich wahrnehmbaren Modergeruch. Und wo einst Kaiser, Kaiserinnen, Schauspieler, der Schah von Persien und viele andere Promis kurten und urlaubten, regiert heute leider vielerorts der Verfall.

Koste es was es wolle, könnte man meinen, nahm man es in den 1970er-Jahren dann mit dem Erhalt eines historischen Ortsbildes offenbar nicht mehr so genau. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ein für seine Architektur ausgezeichnetes, futuristisches Beton-Kongresszentrum mitten im Ort und ein noch hässlicheres 10-stöckiges Parkhaus sind Zeugen dieser unrühmlichen Architektur. Zumindest die Aussicht aus der obersten Etage des Parkhauses hat durchaus ihren Reiz.

Dennoch, es kam das Aus für den klassischen Kuraufenthalt, die Gäste blieben fern und man hat zunächst offenbar so manchen Anschluss an die Tourismustrends versäumt, wenngleich man in letzter Zeit versucht, wieder aufzuholen. Einige historische Hotels wurden bereits aufwändig saniert.

Vor einigen Jahren hat ein Investor die verfallenen Gebäude rund um den Straubingerplatz erworben, unter anderem das alte Grand Hotel Straubinger und das Kongresshaus. Die großen Pläne damit sehen aber alle noch Ihrer Verwirklichung entgegen. Bleibt zu hoffen, dass eines Tages der alte Glanz wieder Einzug hält und die Touristen statt muffiger wieder ein bisschen k.u.k-Luft schnuppern können. Es wäre jedenfalls schade, wenn am Ende die Abrissbirne siegt.

Und so schlenderten auch wir durch den alten Muff, der natürlich ein lohnendes Fotomotiv abgibt. Ergänzt wurde eine tolle Urlaubswoche durch einen Ausflug in den Schnee auf den Stubnerkogel, einen Besuch in der Felsentherme und per Tauernschleuse in Osttirol.
Ergänzung März 2018: Das Land Salzburg hat 3 Gebäude (Hotel Straubinger, Badeschloss, Post) erworben, es soll in Bälde mit einer Sanierung begonnen werden.
Ergänzung Februar 2021: Die Bauarbeiten zur Revitalisierung des Areals haben begonnen.
Ergänzung 2026: Bad Gastein erlebt eine umfassende Revitalisierung des historischen Zentrums, die durch die Wiedereröffnung prestigeträchtiger Hotelprojekte an den Straubingerplatz geprägt ist. Die Hirmer Immobilien Gruppe hat das Ensemble aus dem Grand Hotel Straubinger (Eröffnung September 2023) und dem Hotel Badeschloss (Eröffnung Dezember 2023) unter der architektonischen Leitung von BWM Designers & Architects saniert und modernisiert.
Neben den Hoteleröffnungen schreitet die Infrastruktur voran: Der Bahnhof Bad Gastein wurde im Juli 2025 nach einer Investition von rund 23,1 Millionen Euro vollständig modernisiert und ist seitdem wieder in Betrieb. Aktuell laufen Maßnahmen zur Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes, deren Abschluss für Juli 2027 geplant ist.
Weitere Entwicklungen umfassen die Wiedereröffnung des ehemaligen Hotels Weismayr unter dem Namen „The eighteen86“ nach langem Leerstand sowie die fortschreitende Planung für das Hoteldorf Grüner Baum, dessen umwidmung und Genehmigung kürzlich bestätigt wurden. Parallel dazu entstehen in der Region, wie in Bad Hofgastein, neue Wohn- und Revitalisierungsprojekte, die die touristische Attraktivität der Gasteinertäler stärken.
(KI-generierte Antwort. Verifizieren Sie die Fakten.)

Ich finde ihren Content sehr interessant danke für ihre Beiträge