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AirPOWER13 | Zeltweg, Steiermark, Österreich

Alle zwei Jahre erschallt der Ruf aus dem österreichischen Bundesland Steiermark … die AIRPOWER am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg stand wieder auf dem Programm. Und diesem Ruf sind nicht nur wir gefolgt, sondern mit uns auch noch ca. 300.000 weitere Fans der Fliegerei, das vermeldeten zumindest die offiziellen Stellen, nachgezählt hat wohl eher niemand. Dass man für die Ausrichtung der Veranstaltung einem Milliardär, der sein Geld mit dem wohl bekanntesten Energydrink der Welt verdient hat, danken muss, sei hier nur am Rande erwähnt. In jeden Fall aber würde dieser Airshow ohne die verschiedenen Fluggeräte der Flying Bulls ein ganz wesentlicher Teil fehlen.

AirPOWER13 Banner

Zu Recht wird die AIRPOWER als eine der besten Airshows der Welt und wahrscheinlich die beste in Europa bezeichnet. Und während man sich am Freitag, 28. Juni noch halbwegs ungehindert auf dem Flugplatzgelände bewegen konnte (es waren geschätzt „nur“ ca. 120.000 Zuschauer da), wurde es am Samstag richtig eng. Der Menschenstrom hielt den ganzen Vormittag lang an, so dass am Nachmittag wohl bis knapp 200.000 Menschen den Flugplatz bevölkerten und gebannt in den Himmel über Zeltweg starrten. Dazu kommen noch viele Tausend Zaungäste (im wahrsten Sinne des Wortes), die es sich am Rande des Flugplatzes, auf den umgebenden Hügeln oder auch einfach in Wiesen und Feldern gemütlich machten.

Die Massen strömen Richtung Fliegerhorst Hinterstoisser

Auffällig ist bei solchen Airshows immer wieder die absolut entspannte Stimmung unter den Zuschauern, Zustände wie zum Beispiel beim Fußball sind Airshowbesuchern gänzlich unbekannt. Die große Schar der Fans hatte schlicht ein einheitliches Ziel: Tolle Flugaction sehen. Und ein weiterer Grund war sicher auch die Witterung: Die Steiermark trotzte glücklicherweise an beiden Tagen dem im restlichen Österreich vorherrschenden Regenwetter, und während es am Freitag meist noch relativ stark bewölkt war, war es am Samstag den ganzen Tag lang trotz Wolken sehr sonnig und mit gerade mal 20°C sehr angenehm. Man könnte auch sagen, es war optimales Airshow-Wetter.

Eurofighter „Typhoon“

Und so suchten auch wir uns am Freitag ein Plätzchen möglichst weit vorne, um den startenden und landenden Jets, Propellermaschinen und Hubschraubern möglichst nahe zu sein.

GPS-Trackaufzeichnung unseres zurückgelegten Weges am Freitag (zu Fuß ca. 6,8 km):

Am Samstag stand dann ein Rundgang durch das sog. Static Display auf dem Programm, also eine Besichtigung der am Boden stehenden Flieger, wie z.B. F16, Black Hawk, Eurofighter usw. Auch ein Besuch des militärflughistorischen Museums durfte nicht fehlen und zumindest aus der Entfernung konnten wir einen der Menschen des Jahres 2012 erkennen: Felix Baumgartner. Die lange Zuschauer-Warteschlange am Eingang der Sonderausstellung zu „Red Bull Stratos“ hielt uns aber von einem Besuch ab.

Am Nachmittag gesellten wir uns zu den vielen „Spottern“, die ihr Lager außerhalb des Zauns am Rande der Einflugschneise aufgeschlagen hatten. An keiner anderen Stelle ist man den Fliegern näher, spürt man regelrecht den Luftzug der landenden Maschinen.

Die Patrouille Suisse im Landeanflug
GPS-Trackaufzeichnung unseres zurückgelegten Weges am Samstag (zu Fuß ca. 14 km):

Absolutes Highlight waren natürlich wie immer die Kunstflugstaffeln, allen voran die italienische Frecce Tricolori, die Patrulla Aguila aus Spanien oder die Patrouille Suisse. Den Schlusspunkt unter eine atemberaubende Veranstaltung setzten an beiden Tagen die Turkish Stars bei einem ihrer seltenen Auslandsauftritte. Die österreichische Luftwaffe stellte stolz ihr neues Paradepferd vor, den Eurofighter Typhoon, der bei verschiedenen Displays incl. einer Abfangdemonstration mit brachialem Sound seine Wendigkeit unter Beweis stellte. Die Flying Bulls stellten einen weiteren Schwerpunkt, indem sie ihre fliegenden Schätze der staunenden Öffentlichkeit präsentierten: Douglas DC-6B, Vought F4U Corsair, North American B-25J „Mitchell“ und viele andere. Für die Freunde der rotorbetriebenen Fluggeräte gab es natürlich ebenfalls genug „Futter“, zum Beispiel: Bell AH1 Cobra, Eurocopter AS532UL Cougar Mk1, Mil MI-24 oder Sikorsky UH-60 „Black Hawk“.

Dreifarbige Pfeile – die Freece Tricolori

Zwei grandiose Tage in der Steiermark gingen wie im Fluge vorbei, die 500km Anreise haben sich voll gelohnt. Vielleicht auf ein Wiedersehen bei der AIRPOWER15?

Weiterführende Infos:
graphic-design Offizielle Homepage der AirPOWER
graphic-design Österreichisches Bundesheer
graphic-design Homepage der Flying Bulls




 

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