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Spotting am Flughafen Frankfurt / Main (EDDF) | 28.09.13

Bereits lange geplant, aber wegen schlechten Wetters immer wieder verschoben, war dieser Tagesausflug an den größten deutschen Verkehrsflughafen. In Europa rangiert EDDF, so der ICAO-Code, auf Rang drei hinter London-Heathrow und Paris Charles-de-Gaulle, weltweit auf Rang elf.

Um für das Fotografieren möglichst flexibel zu sein, habe ich mir vorgenommen, den Flughafen mit dem Fahrrad zu umrunden, um auch an Stellen stehen bleiben zu können, wo man sich mit dem PKW eher keine Freunde machen würde. Eine kostenlose, bei Spottern beliebte Parkmöglichkeit bietet sich hierzu am Airportring im Westen des Geländes. Nach Abstellen des Autos und einem kleinen Frühstück (der Wecker klingelte bereits um kurz vor 5 Uhr), stieg ich in den Sattel und radelte erstmal ein Stück entlang der berühmt-berüchtigten Startbahn 18 West, um nebenbei dem Hobby Geocaching zu fröhnen. Danach stand ein längerer Fotostopp an einem der bekanntesten Spotterpunkte rund um EDDF, dem sog. Affenfelsen auf dem Programm. Fraport, der Flughafenbetreiber hat versucht, hier einen Platz zuschaffen, wo von erhöhter Position aus auch Fotos ohne Zaun im Vordergrund möglich sind. Leider sind die besten Plätze sehr rar, denn bereits am frühen Morgen traf ich auf etliche „Profispotter“ mit großen Fotoapparaten und noch größeren, meist weißen Objektiven (der Kenner weiß, was ich meine). Natürlich war es auch meine Absicht, ein paar schöne Fotos zu schießen, ich wollte mich aber auf eine Auswahl der interessantesten Flieger beschränken, und nicht grundsätzlich jedes landende und startende Flugzeug ablichten.

Am Spotterpunkt „Affenfelsen“

Das erklärte Ziel war es, einen Airbus A380 zu „erlegen“, was in Anbetracht der Menge der mittlerweile in Dienst gestellten Maschinen kein Problem darstellen sollte. Trotzdem zeigte sich, dass auf meinen selbst zusammen gestellten Flugplan des A380 nicht unbedingt Verlass ist. So wurde der A380 der British Airways, die derzeit Testflüge zwischen London und Frankfurt durchführen, ausgerechnet am Tag meines Besuchs durch eine Boeing 767 ersetzt. Und kaum dass ich wieder auf dem Rad saß, weil ich annahm, dass erstmal kein A380 mehr kommen würde, flogen gleich zwei hintereinander ein, Mist…

Aber egal, der Tag war noch lang und so radelte ich erstmal auf die andere Seite von Autobahn A3 und ICE-Strecke, hinüber an die neue Landebahn Nordwest (07L/25R). Auch hier standen bereits mehrere Spotter auf Leitern am Zaun. Im Bereich der Einflugschneide auf Landebahn 07L gab es zwei weitere Geocaches zu finden. Außerdem war es hier, direkt am Flughafenzaun, sehr beeindruckend, den aus Richtung Westen landenden Fliegern zuzuschauen, denn sie sind hier bereits so niedrig, dass man sogar den Luftzug spüren und die Luftverwirbelungen hören konnte.

Anflug eines Airbus A340 auf 07L

Weiter ging die Reise entlang des Zauns, unter der Verbindungsbrücke der Rollbahn P1 hindurch, vorbei an der Feuerwache 4 und dem Übungsgelände der Feuerwehr. Das nächste Ziel war wieder einer der bekannten Spotterplätze, die sog. „Düne„, ein kleiner Sandhügel am Rande der Landebahn. Keine störenden Zäune stehen im Weg und mit der Sonne im Rücken sind mit der passenden Brennweite tolle Bilder der landenden bzw. gelandeten Flugzeuge möglich. Teilweise rollen sie bereits hier auf den Taxiway heraus, sind also quasi zum Greifen nah.

Gut gelandet auf 07L – Airbus A320 der Lufthansa

Als nächste Station stand die Besucherplattform am Terminal 2 auf dem Programm, doch in einigen Kilometern Entfernung von der „Düne“. Nach Unterquerung der zweiten Verbindungsbrücke zwischen neuer Landebahn und „altem“ Flughafengelände und entlang der ICE-Trasse ging es wieder hinüber auf die südliche Seite der Autobahn. Der Radweg führt hier ein ganzes Stück zwischen A3 und Airportring, vorbei am Flughafen-Fernbahnhof mit dem darauf „aufgesattelten“ Hotel Hilton, welches einem Raumschiff gleich über den Gleisen thront. Ich nehme die erste „Abfahrt“, die mit dem Fahrrad in diesem Straßendschungel möglich ist, auf Höhe des Terminals 2. Als Fahrradtourist ist man im Terminalbereich eher alleine unterwegs, die meisten Besucher reisen dann doch eher mit Auto oder Bahn an;-) Im Terminal 2 mache ich mich auf den Weg zur Besucherterasse, an deren Eingang ich und mein Rucksack erst einmal ähnlich einem Fluggast durchleuchtet werden. Erst nach dem Sicherheitscheck und Zahlung von 5 Euro darf die Plattform betreten werden. Leider kommt diese Aussichtsmöglichkeit nicht annähernd an die mittlerweile geschlossene Plattform am Terminal 1 heran. In der Regel docken hier nämlich nur die kleineren Maschinen an, etwa Boeing 737, 767 oder 777 sowie A320/330, während die großen Brummer wie 747 oder A380 vornehmlich am Terminal 1 stehen. Trotzdem genieße ich im strahlenden Sonnenschein den Blick übers Vorfeld, wobei gerade der Sonnenschein ein ungestörtes Fotografieren erschwert, weil man permanent ins Gegenlicht schaut.

Nah dran, auf der Besucherterasse an Terminal 2

Die Skyline, eine Art Einschienenbahn mit Gummirädern bringt mich noch kurz in den Terminal 1, von wo ich einen Abstecher zum Flughafen-Fernbahnhof mache. Die Zeit vergeht wie im Flug (was sonst?), es wird langsam aber sicher Zeit für die Komplettierung der Flughafenrunde. Die Skyline bringt mich zurück zu meinem Fahrrad, die Tour geht weiter entlang des Flughafenzaunes an der A5. Ein kurzer Stopp am Luftbrückendenkmal darf nicht fehlen, dann geht es im Süden des Flughafens durch ausgedehnte Wälder Richtung Startbahn West, welche kurz vor dem Ziel noch unterquert wird. Am Auto gab es noch eine kleine Brotzeit und einen letzten landenen A380, dann packte ich das Fahrrad in den Kofferraum und nahm das nächste Ziel ins Visier, die Frankfurter Skyline.

Dicker Brummer – Airbus A380 der Korean Air aus Seoul

Mittendurch zwischen den Hochhäusern fuhr ich rein in die City, suchte mir ein Parkhaus und musste dann im Foyer des MAINtower den zweiten Sicherheitscheck des Tages über mich ergehen lassen. Die Fahrt mit dem Aufzug auf die 200m hoch gelegene Aussichtsplattform war in wenigen Sekunden erledigt, oben erwartete mich bei einem strammen Ostwind eine grandiose Aussicht über Frankfurt und darüber hinaus. Etliche Fotografen bauten ihre Stative auf, in der Erwartung die Skyline im Sonnenuntergang zu knipsen. Leider wurde die tiefstehende Sonne alsbald durch aufziehende Wolken verdeckt, weshalb ich mich wieder auf festen Boden begab und die Heimreise antrat.

Die Bankenskyline von „Mainhattan“ – Aussicht vom MAINtower

 

Die GPS-Trackaufzeichnung:

gpsies Die Tour bei GPSies

 

Weiterführende Infos:
graphic-design Der Flughafen Frankfurt auf Wikipedia
graphic-design DIE Spotterseite für EDDF
graphic-design Offizielle Seite des Airports
graphic-design Das Luftbrückendenkmal
graphic-design Homepage des MAINtower




 

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